Bollerwagentour der Wölflinge

Ein Erlebnisbericht von Mila

Bollerwagentour der Wölflinge

Wegen Corona mussten in diesem Jahr leider die ganzen Lager ausfallen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass wir zum Abschluss der Wölflingszeit in den Sommerferien zu einer Bollerwagentour aufgebrochen sind. Wir haben uns an der Maria-Hilf-Kirche getroffen, unser Gepäck auf 3 Bollerwagen verteilt und dann ging es los.

Das Wetter war super. Wir haben uns immer mit dem Ziehen und Schieben der Bollerwagen abgewechselt und haben uns zwischendurch auch auf den Bollerwagen draufgesetzt. Wir sind an der Mainau vorbeigelaufen und unterwegs haben wir uns überlegt, welche Figuren wir im Dschungelbuch sein könnten.

Unsere erste Vesperpause haben wir im Wald gemacht. Dort sind wir rumgeklettert. Im Wald plätscherte ein Fluss. Mit Hannah bin ich am Fluss entlanggelaufen. An manchen Stellen des Flusses floss das Wasser langsam, an anderen schnell. Der Wald war nicht sehr flach, sondern eher hügelig. Irgendwelche Leute hatten Seile an Bäume gebunden, damit man die Hügel rauf und runter kam. Leider ist mein Fuß einmal komplett im Wasser gelandet und mein Schuh war patschnass. Da bin ich barfuß weitergelaufen.

Es war wirklich heiß. Zum Glück war unsere nächste größere Pause am Uni-Strandbad und wir konnten alle baden gehen. Erik hat danach aus Stöcken eine Wäscheleine an einen Bollerwagen gebaut, daran haben wir unsere Badesachen getrocknet.

Unser erstes Tagesziel war der Purren und es ging viel bergauf. Das war bei der Hitze ganz schön anstrengend. In Litzelstetten haben wir fürs Abendessen eingekauft und ein Eis gegessen. Weil es so heiß war, haben wir so viel getrunken, dass der Wasserkanister fast leer war. Da sind wir losgelaufen und haben an ein paar Häusern geklingelt, bis jemand aufgemacht hat, bei dem wir den Kanister auffüllen konnten. Leider haben wir bei einem Haus vergessen, die Bremse vom Bollerwagen richtig festzustellen und der Wagen ist einfach davon gefahren. Zum Glück haben wir ihn noch aufgefangen

Endlich sind wir dann beim Purren angekommen. Das letzte Stück war sehr steil. Oben haben wir gleich angefangen zu kochen. Alle haben mitgeholfen und am Ende hatten wir eine superleckere Gemüsesuppe. Später gab es auch noch Stockbrot.

Magdalenas Papa kam mit seiner Gitarre vorbei und wir haben am Feuer gesungen.

Für unser Nachtlager haben wir ein paar Planen einfach an den Waldrand gelegt. Wir sind noch ein bisschen im Dunkeln rumgesprungen und haben den Mond bewundert, der fast voll war und rot geschimmert hat. Nach einer Zahnputzparty sind wir in die Schlafsäcke geklettert und nach ein wenig Quatsch eingeschlafen.

Am nächsten Morgen hat Birgit uns Brötchen gebracht und wir haben gefrühstückt. In der Nacht hatten wir Besuch von einigen Schnaken und waren ein bisschen verstochen. Dann haben wir alles wieder zusammengepackt und sind wieder aufgebrochen. Auf dem Weg durch den Wald haben wir ein Pfadiwichtelhaus gebaut mit viel Moos unter einer Wurzel. Wir haben sogar einen Pfadi-Wimpel drangehängt.

Wir sind bis zum Strandbad in Wallhausen gelaufen und waren wieder baden. Von dort ging es mit der Fähre über den See. Von der Fähre aus mussten wir nochmal ewig durch die Hitze laufen, aber es hat trotzdem irgendwie Spaß gemacht.

Unser Ziel war ein riesig großer Garten, mit Zelt und einem großen Planschbecken. Die meisten sind gleich ins Wasser gehopst.

Langsam wurde es dunkel und Magdalena und Lilith haben ihr Wölflings-Versprechen abgelegt. Wir haben eine Schnitzeljagd für sie vorbereitet und haben uns die ganze Zeit schlapp gelacht, weil die Beiden die Hinweise einfach nicht gefunden haben.

Danach haben wir Feuer gemacht und etwas gegessen. Manche haben ihre Schlafsäcke zuerst auf die Liegestühle gelegt, aber letztlich war es doch bequemer wieder auf unserer Plane auf dem Boden zu schlafen. Am nächsten Morgen haben wir gepackt und es ging wieder nach Hause.

Die Tour war wirklich toll und ich würde jedem empfehlen sich anzumelden, falls so was wieder einmal stattfinden sollte.

Viele Grüße und schöne Weihnachten! Mila